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Elektronische Schließsysteme und Hacker

Erstellt von Aufsperrdienst Solomka | |   Sicherheit

Ein Thema kommt immer wieder auf, wenn von den neuen digitalen Schlössern die Rede ist: Hackerangriffe.

Wegen diverser Nachrichten über derartige Straftaten, die sogar die amerikanische Präsidentschaftskandidatin betroffen haben, sorgen sich viele, ob sie mit derartig modernen Schließsystemen nicht Tür und Tor für eine neue Art von Verbrechern öffnen. Doch wenn das ganze Thema mit etwas Hausverstand angegangen wird, lassen sich solche Sorgen sehr schnell ausräumen. Elektronische Schlösser sind erheblich sicherer als die klassischen Varianten. Einige Beispiele können dies verständlich machen.

Digitale Schließsysteme sind ihrer Zeit voraus

Die Verbreitung dieser modernen Technik wächst zwar enorm, aber übertrifft in keinster Weise die klassischen Lösungen. Dies sorgt für eine praxisnahe Überlegung bei Kriminellen. Warum sollte sich ein Einbrecher mit komplexer Kryptografie beschäftigen, wenn eine Mehrheit der Schlösser sich noch altmodisch knacken lassen oder ein Fenster in Sekunden aufgestemmt ist. Gerade Straftäter wollen zeiteffizient arbeiten, da sonst das Risiko zu deren Ergreifung steigt. Ein elektronische Schließsystem erhöht selbst für Hacker den Zeitaufwand für den Einbruch und diese Erschwernis wehrt bereits 90 % aller Krimineller ab – ohne das überhaupt ein Versuch gestartet wurde.

Hinweis: Viele Systeme bieten mehr als eine Milliarde an Codemöglichkeiten. Diese simple Anzahl der Möglichkeiten bringt gerade tragbare Prozessoren (Notebooks) an ihre Leistungsgrenzen. Problematisch wird es nur, wenn Hacker irgendwie direkten Zugriff zum System erhalten. Dies ist jedoch mit dem Diebstahl des Haustürschlüssels aus dem Spind im Fitnessstudio gleichzusetzen und erfordert dann noch ausgefeilte Technikkenntnisse zusätzlich.

Altes Einbruchswerkzeug wird obsolet

Wer eine Liste aller Methoden sieht, mit denen sich ein klassisches Schloss illegal öffnen lässt, der beginnt sich meist erst richtige Sorgen zu machen. Diese Geräte werden sogar von professionellen Firmen genau zu diesem Zweck hergestellt. Obwohl der Hersteller dann darauf achtet, dass nur Experten mit Gewerbeschein die legalen Einbruchsgeräte kaufen können, landen die modernen Dietriche und Spiralen sehr schnell im Netz und können praktisch unkontrolliert erworben werden.

Die elektronische Schließzylinder stoppen die ganze Palette dieser Einbruchswerkzeuge, denn sie nehmen ihnen jede Art von Ansatzpunkt. Nirgends lässt sich der berühmte Dietrich oder die Spirale einführen, um die Stifte im Zylinder zu bearbeiten. Obwohl niemand zu 100 % einen Hacker-Angriff ausschließen kann, ist dieses Risiko erheblich geringer als ein Eindringen mit herkömmlichem Werkzeug aus dem Internet. Die Marktplätze, auf denen diese illegalen Werkzeuge verkauft werden, sind den ominösen Hackern viel früher bekannt als das komplexe Knacken entsprechender Codes, die teilweise über geschlossene Systeme gut geschützt sind und auch keine Kabelbuchse oder WLAN-Verbindung bieten bzw. erlauben.

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